80 Jahre Gruppe Wels - mehr als nur ein Fest
Mehr als 200 Aktive, dazu Welser Prominenz, Eltern, Freunde und ehemalige PfadfinderInnen trafen sich am vergangenen Samstag 29. Mai zur Feier des 80-Jahr-Jubiläums der Gruppe Wels.
Nachmittags gab es für alle Kinder, Jugendlichen und Junggebliebenen einen Stationenlauf, wo sie ihr Wissen, ihre Geschicklichkeit oder praktische Handfertigkeiten unter Beweis stellen konnten. Auch die begleitendenen Erwachsenen waren bestens versorgt: Ob im Wiener Kaffeehaus, in der liebevoll gestalteten Gruppenausstellung, dem Pfadi-Lagerfilm-Kino oder in der Lesezone der Gruppenzeitungen - überall bot sich ein Gespräch mit Pfadis aus der größten Gruppe Oberösterreichs. (Fotos)
In einer Podiumsdiskussion über die Bedeutung der Pfadfinderbewegung kamen viele unserer Grundsätze und Werte zur Sprache. Die acht Schwerpunkte als Ausgangspunkt unserer pädagogischen Jugendarbeit genauso wie so manche bedeutende Aussagen unseres Pfadfinderbegründers Baden-Powell vor 100 Jahren: „Ask the boys, ask the girls“, das heißt die Jugendlichen einbeziehen und altersgemäß (Selbst-)Verantwortung zu fordern und zu fördern.
Wie Bürgermeister Dr. Peter Koits in seiner Ansprache von der von Welser Pfadis mit Bünden und Holznägeln errichteten Bühne betonte, kann die Jugendarbeit für einen lebenswerten Lebensraum wie Wels gar nicht hoch genug eingeschätzt werden. Immerhin, mehr als 4000 Kinder und Jugendliche wurden ein Stück ihrer Entwicklung von den Pfadfindern begleitet. Obwohl Koits selbst nie Pfadfinder war konnte er von der „Guten Tat“ berichten. Landtagsabgeordnete Mag. Doris Schulz überbrachte die Glückwünsche von Landeshauptmann Pühringer. Sie hob die Wichtigkeit ehrenamtlicher Tätigkeit hervor. „Jede Woche werden in Oberösterreich 2,9 Millionen Stunden ehrenamtlicher Arbeit geleistet, wozu auch die Pfadfinderinnen und Pfadfinder ein wichtiges Scherflein beitragen“.
„Das Abenteuer ist immer noch ein Thema, mit dem man Jugendliche erreichen kann“ meinte Vizebürgermeisterin Anna Eisenrauch. „Und die praktischen Fertigkeiten wie Kochen oder sein Zelt in Ordnung halten bekommen im Abenteuer plötzlich einen anderen Stellenwert“. Bezirkshauptmann Dr. Josef Gruber, selbst viele Jahre aktiver Pfadfinder, erzählte vom schönen Gefühl internationaler Verbundenheit. Er wünschte der Gruppe und allen PfadfinderInnen, dass sie „weiterhin imstande sind die Begeisterungsfähigkeit den Kindern und Jugendlichen zu vermitteln“. Auch Nationalratsabgeordneter Kirchgatterer und eine Reihe weiterer Prominenter gaben der Gruppe ebenfalls die Ehre.
An die 600 Bratwürstel, 200 Koteletts vom Grill mit von Freiwilligen handgemachten 30 kg Kartoffelsalat, sowie selbstgemachtes Stangerlbrot, Folienkartoffel und Palatschinken vom offenen Lagerfeuer wurden von den Gästen beim Jubiläum mit Appetit verzehrt.
Mit einem großen Lagerfeuer auf dem Gelände des Welser Pfadiheimes mit Geschichtenerzählen und gemeinsamen Liedern klang im wahrsten Sinn des Wortes eine schöner „Feier“-Tag aus.
Fotos zur Feier




